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Würde ein English Bulldog im zweiten Leben als Auto herauskommen, so würde er wohl ein Hummer oder eben ein Lanz Bulldog. Einer mit zuschältbaren 5 Turbos und doppelter Untersetzung für unwiderstehliche, explosionsartige kurze Sprints.
Der Bulldog ist der wohl am engsten mit dem Menschen verbundene Hund.
Ein Bulldog ohne seine Menschen verkümmert. Er braucht kein grosses Zeitkontingent an Zuwendung, aber sie muss intensiv sein. Der Bulldog ist eigentlich bestens für unsere Zeit geeignet, da er im Vergleich zu den meisten anderen Hunderassen wenig Bewegung braucht und auch gut für ein paar Stunden alleine gelassen werden kann. Wichtig ist da schon die standesgemäße, bequeme Couch ;-) Zugleich ist der Bulldog aber eine der Rassen, die am meisten Aufmerksamkeit brauchen. Zum einen die enge Bindung ans Herrchen oder/und Frauchen, zum anderen bedingt durch Versäumnisse der Zucht, braucht er viel Pflege und Fürsorge was seine Gesundheit angeht. Man sollte nicht zuletzt auch finanziell immer in der Lage sein, seinem Bulldog auch medizinisch alles Nötige angedeihen zu lassen.
Der Bulldog ist sehr eigenwillig und kann sehr stur sein. Er mag keine harten Kommandos und keine Dressur. Es bedarf schon Konsequenz und Hartnäckigkeit durch den Halter, um die Regeln des Hauses durchzusetzen. Am Wichtigsten aber ist, dass diese Konsequenz mit Zuneigung verbunden ist. Nicht selten werden harte Kommandos konsequent ignoriert - das Gleiche wird kurz danach aber nach einer freundlichen Bitte sofort ausgeführt. Ein Mensch, der sich mit Verstand und offenem Herzen auf seinen Bulldog einlässt, wird in ihm einen wunderbaren Partner haben, mit dem er sich blind versteht. Aber: der Mensch muss zum Bulldog passen. Umgekehrt wird nichts draus!
Die meisten Bulldogs haben ein stürmisch-freundliches Wesen. Da kann man auch schon einmal bei der Begrüßung umgerannt werden oder auf feuchtem Waldboden beim Turbo-Antritt zu Fall kommen. Gegenüber Menschen ist ein Bulldog niemals aggressiv - mit einer Ausnahme; so gibt es viele Berichte, dass Bulldogs ihre Familie im Ernstfall äusserst mutig und geschickt verteidigen, ohne dabei ausser Kontrolle zu geraten.
Der Bulldog ist, war nie und soll auch kein ausgesprochen sportlicher Hund sein. Wer einen Hund neben dem Fahrrad laufen lassen will, soll sich auf eine andere Rasse orientieren. Trotzdem brauchen Bulldogs ihre täglichen Spaziergänge und balgen auch mit höchster Beflissenheit mit ihrem Herrchen. Die meisten Bulldogs lassen sich auch sehr gut mit auf Reisen nehmen und Benehmen sich in Hotels und Gaststätten einwandfrei - entsprechende Erziehung vorausgesetzt.
Wichtig: den Bulldog nie überfordern, besonders bei Hitze gilt höchste Aufmerksamkeit. Da muss man dann konsequent dafür sorgen, dass der Bulldog eine kühle Ecke hat und nicht gefordert wird. Da muss man sich nach dem Bulldog richten, nicht umgekehrt. Hier einige persönliche Berichte, die wunderbare Eindrücke vom Wesen des English Bulldogs vermitteln: weitere Links:
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