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Eine kurze Geschichte des Vereinslebens um den Englisch Bulldog in Deutschland
Um 1900 Ende des 19. Jahrhunderts entstanden mehrere Rasseclubs um den Bulldog wie der "Münchener Bulldog Klub" oder der "Verband Continentaler Bulldog-Züchter und Liebhaber". Es wurden noch viele Hunde von der Insel importiert, aber es war bereits eine breite und wohl organisierte Zuchtszene im kaiserlichen Deutschland entstanden. Die Bulldog-Clubs dieser Zeitr gehörten zu den ersten Rassehunde-Clubs in Deutschland überhaupt.
Der Bulldog wurde allerdings keineswegs als "englisch" angesehen. Vielmehr sah man in ihm eigentlich einen originär germanischen Hund. In seinem Buch "Der Englische Bulldog" von 1903 schreibt der zu seiner Zeit wohl profilierteste Bulldog-Züchter Heinrich von Werden:
"Der Bulldog ist vielmehr aller Wahrscheinlichkeit spanischen, wenn nicht germanischen Ursprungs und ist in England nur zu dem heutigen Typ herangezüchtet worden.... Gelingt es auf dem Kontinent, die Bulldog-Rasse konstant und rein in diesem Typ zu erhalten, so wird über Jahr und Tag das Epitheton "englisch" verschwinden und wir können mit Fug und Recht den englischen Bulldog einfach als Bulldog ohne fremdländische Bezeichnung benennen..." So wurde aus der Bulldog-Zucht eine Aufgabe von nationalem Rang ;)
Aus dem 1901 gegründeten "Verband Continentaler Bulldog-Züchter und Liebhaber" entsteht der "Kontinentale Bulldog Club", der Vorläufer des CEB und des heutigen ACEBs. Erster Vorsitzender war F.W. Pelzer aus Eppstein im Taunus. Die deutsche Bulldog-Zucht gelangte zu einer beeindruckenden Blüte, die dann durch den 1. Weltkrieg jäh beeindet wurde.
Das Bild des Bulldogs änderte sich schnell und erreichte Mitte der 30er Jahre in etwa das des heutigen Typus - allerdings bei weitem nicht so extrem und schwer wie die meisten Champions nach 1970. (hierzu später an anderer Stelle mehr)
1933-1945 Otti Herrmanns Einsatz für den English Bulldog
Otti Herrmann wird von ihren Zeitgenossen als
eine ganz ungewöhnlich integere und mutige Persönlichkeit beschrieben. Wir haben
nicht viele Dokumente über sie. Aber die wenigen, die wir haben, belegen
dies!
 Otti Herrmann Über Otti Heermanns unbedingte
Integrität schrieb Dr. W.K.J.J. van Ommen Kloeke, damaliger Präsident
des niederländischen Bulldogzuchtverbandes, in einem Brief an C.Savory:
Otti Heermann sollte am 23. und 26.
April 1936 in Köln auf der Reichssiegerausstellung die
Bulldogs richten. Von der NSDAP wurde ihr unter Drohungen
nahegelegt nur einen Bulldog aus deutscher Zucht zum Sieger zu erklären.
"Es wurde das spannendste Richten, welches ich in
meinem 48-jährigen Hundeleben jemals mitmachte. Es war eine stattliche Anzahl
Bulldoggen gemeldet, neben unserem "Niederländischen Champion" auch noch zwei
Champnions aus Skandinavien. Erst wurden die 'Rüden - und für unseren Geschmack
- sehr langwierig, gerichtet. Ein deutscher Hund gewann. Wieder verging eine
Zeit bis die Jugendklasse Hündinnen gerichtet wurde, die Spannung wurde immer
unerträglicher. Dann kam endlich der Moment, in dem die die sechs Hündinnen der
Offenen Klasse in den Ring gerufen wurden. "Snowball" ging mit locker
rollendem Gangwerk ihre Runde und blieb auf mein Kommando unbeweglich stehen.
Dies hatte ich ihr so beigebracht, und ich konnte auch die Leine neben sie auf
den Boden legen, eine Übung, die immer Eindruck auf die Richter macht. Denn gut
vorführen, das ist der halbe Gewinn ! Sie stand wie ein echter "John Bull", mit
mächtigem, doch weiblichem Kopf, etwas erhoben, die kräfigen Vorderbeine neben
der breiten Brust. Mit elegantem Karpfenrücken, gut gewölbten Rippen und einer
schlanken Hinterhand, sie stand dort wie ein Standbild. Die Richterin ging
mehrmals an den sechs Hunden vorbei, aber sie kam jedesmals zu "Snowball"
zurück. Und dann brach die Spannung..., sie kam zuletzt auf uns zu und
gratulierte mir. "Snowball" war Reichssieger 1936 geworden.... Einige Wochen
später bekam Otti Heermann einen offiziellen Brief vom "RDH". Ihre Erlaubnis zum
Richten wurde eingezogen mit der Begründung, daß sie nicht das Wissen hätte um
diese Rasse weiter zu richten...".
Otti Heermann schrieb selbst sehr bewegend über
eine Bombennacht während Krieges, die sie mit ihren Bulldogs im Luftschutzkeller
verbrachte. Sie schützte ihre Bulldogs voller Verzweiflung und Mut mit ihrem
Leben.
1945-1965 Wiederaufbau
 Unser Rassehund, April 1962 Nach dem Krieg bewahrte sie sie auch davor, von der englischen
Besatzungsmacht eingezogen zu werden. Aus ihren Texten geht hervor, wie sehr
ihre Bulldogs und sie sich wortlos und unmittelbar verstanden. Oft sind
ihre Texte auch mit Humor und Schmuzeln über die unterschiedlichen
Charaktere ihrer Bulldogs durchzogen. Eine wunderbare Frau, Bulldogliebhaberin
und Züchterin, die ein großes Vorbild ist!
Otti Herrmann hatte sich nach den Schrecken des Hitler-Faschismus
sofort an den Wiederaufbau des Bulldogslebens in der BRD gemacht, was
ihr auch vorerst gelungen war.
1965- 1971 - der CEB im Niedergang
Nach dem Tode von Otti Herrmann 1964 übernahm Ober-Ingenieur W.Seemann aus Baden-Baden zunächst kommissarisch die Leitung des CEB und wurde später zum 1. Vorsitzenden gewählt. Die Zahl der auf Ausstellungen vertretenen Bulldoggen sank und eine schlechte Zahlungsmoral bei den Beiträgen musste beklagt werden. Seemann gelang es nicht, den Verein zusammenzuhalten und zu neuen Erfolgen zu führen. Er kapitulierte vor den Intrigen einiger Mitglieder und legte sein Amt nieder. Am 31.12.1968 trat er zusammen mit Kassier Kurt Grimm aus dem CEB aus. Vorher richtete er noch einen Brandbrief an den VDH mit der Bitte, sich um den CEB zu kümmern.
1971 - der VDH hilft
 Unser Rassehund, März 1965 Der VDH nahm diese Bitte ernst aber erst 1971 waren seine Bemühungen erfolgreich. VDH-Hauptgeschäftsführer Ditthardt und Bulldog-Züchter Rudolf Maaß aus Lübeck ergriffen Anfang 1971 Maßnahmen zur Reaktivierung des CEB. Am 06.11.1971 wurde unter Federführung des VDH ein Vorstand und weitere Gremien gebildet.
Mit 13 Mitgliedern hatte sich der CEB neu konstituiert. Die Züchterin Kari Wolfsjäger wurde zur 1. Vorsitzenden gewählt.
Der CEB blüht auf
Die Bulldog-Zucht lebte auf und eine Blüte des CEB begann. Kari Wolfsjäger hatte großes Geschick in der Gewinnung neuer, nicht selten auch prominenter und kapitalkräftiger Mitglieder und Förderer des CEB. So wurde über Jahre hinweg die Mitgliederzeitung unentgeltlich vom Burda-Verlag gedruckt, gestandene Persönlichkeiten der Gesellschaft übernahmen Ehrenämter. Die Mitgliederzahl war bereits im Jahr 1973 auf 218 angewachsen. Der CEB war damit nach eigener Feststellung der größte Bulldog-Club ausserhalb Englands geworden. Regelmäßig wurden Ausstellungen organisiert, internationale Kontakte gepflegt. Die Welpen aus den Zwingern des CEBs waren sehr gefragt. Es gab Bestellungen aus aller Welt, selbst aus des Bulldogs Mutterland England. 1974 wurde der CEB als e.V. in Dortmund eingetragen. Zum 75-jährigen Bestehen des CEB wurde am 15./16.Mai 1976 eine internationale Clubshow in Brühl organisiert. Der damals renomierte Züchter Ernie Hubbard aus New Jersey, USA, konnte als Richter gewonnen werden. Der CEB war auf seinem Höhepunkt.
Der Kommerz nimmt Oberhand
 Dewrie Drummer Boy - Top Bulldog der 70er Doch die 1. Vorsitzende Kari Wolfsjäger hatte auch eine Schattenseite. Es häuften sich Beschwerden über kranke Bulldogs, unseriöse Geschäftspraktiken und Verstöße gegen die Zuchtordnung. Kari Wolfsjäger als 1. Vorsitzende bügelte diese Beschwerden regelmäßig ab. Nicht ohne Grund, war sie doch höchstpersönlich in diese Praktiken involviert. Wolfsjäger war die erfolgreichste Züchterin der 70er Jahre im deutschsprachigen Raum. Mit ihrem Zwinger "Cincinatti" belegte sie bei Ausstellungen regelmäßig erste Plätze und züchtete zahlreiche Champions. Welpen ihres Zwingers waren sehr begehrt und erzielten gute Preise.
Ein Kampf zwischen echten Liebhabern der Hunde und den Züchtern um Wolfsjäger, für die der Gewinn im Mittelpunkt stand, entbrannte. Kari Wolfsjäger konnte zunächst die Züchterinteressen durchsetzen und die Beschwerden erfolgreich abblocken. Doch das sollte sich ändern. Als später sogar der Bundesgeschäftsführer des Deutschen Tierschutzbundes, Klaus Ennulat, beim VDH vorstellig wurde, nahm sich dieser der zahlreichen Beschwerden an. Der VDH führte eine Untersuchung der Zustände im CEB durch.
Ausschluss aus dem VDH
Das Ergebnis war niederschmetternd, der VDH-Vorstand war ob des Umgangs mit Hunden und Kunden durch den CEB empört. So schloß er am 15.03.1976 den CEB e.V. aus dem VDH aus. In der Begründung des VDH-Vorstandes heisst es:
"Zusammenfassend ist zu sagen, daß der CEB in seinen Reihen Mitglieder duldet, die gegen tierschützerische Gedanken und gegen Zuchtbestimmungen verstoßen. Besonders erschwerend ist, daß diese Vorwürfe gegen ein Mitglied in konzentriertem Maße erhoben werden, das in leitender Funktion des CEB tätig ist: Frau Kari Wolfsjäger." - ein vernichtendes Urteil des VDH-Vorstandes.
1976 - der CEB am Ende
Erst ein neuer kommissarischer Vorstand um Dr. Bernhard Deermann und Prof.Dr. Wilhelm Dittmer konnte den Vollzug dieses Ausschlusses abwenden. Allerdings sollte der CEB auf Wunsch des VDH liquidiert und stattdessen ein neuer Bulldog-Verein im VDH geschaffen werden. Zudem war im Frühjahr 1976 mit dem "Deutschen Club für Englische Bulldogs e.V." ein zweiter Bulldog-Verein gegründet worden, der Antrag auf Mitgliedschaft im VDH gestellt hatte.
Der VDH drängte auf ein Zusammengehen beider Vereine - allerdings unter Ausschluss der Leute um Wolfsjäger - in einem neu zu gründenden Bulldog-Verein.
Am 09.03.1977 gründeten so sieben Unterzeichnende den Allgemeinen Club für Englische Bulldogs (ACEB).
Die 7 Gründer des ACEB waren: Yvonne Autermann, Dr. Bernhard Deermann, Doris Ehrenstein, Friedrich Krudewig, Robin Preston, Hubert Rechmann und Dr. Ulrich Schäfer. Deermann, Preston und Schäfer bildeten das Präsidium, Krudewig wurde Zuchtleiter und Ehrenstein Geschäftsführerin. Dr. Bernhard Deermann wurde später von der Mitgliederversammlung des ACEB zum 1. Vorsitzenden gewählt.
1977 - der ACEB wird gegründet, der CEB aufgelöst
 Gründungsdokument des ACEB Unmittelbar nach Gründung des ACEB wurde wie geplant und mit dem VDH abgestimmt der CEB durch einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung am 21.05.1977 offiziell aufgelöst (entsprechend §18(2) der Satzung des CEB, der eine Auflösung auch mit Mehrheit der Anwesenden vorsieht; danach stellte der gerichtlich bestellte Liquidator Rolf Ehrenstein offiziell die Auflösung fest und diese wurde entsprechend veröffentlich und beim AG Dortmund angezeigt; offizielle Bekanntgabe im VDH-Organ "Unser Rassehund" März 1977 und Auszug aus dem Vereinsregister von 1977) .
Der CEB existierte nicht mehr und ging mit den meisten seiner am Schluß noch 171 Mitglieder im ACEB auf. Über 70 Jahre hinweg hatte der CEB dem Bulldog die Treue gehalten. Leute wie Otti Herrmann hatten unter grossem Einsatz den Bulldog durch den Zweiten Weltkrieg und vor dem Hass der Nazis retten können. Aus Geldgier einiger Züchter war er in seinen letzten Jahren aber so tief gesunken, dass er wegen Tierquälerei aus dem VDH ausgeschlossen und aufgelöst wurde.
Nun hatte der ACEB das Erbe des CEB übernommen. Er war jetzt der einzige Verband, der den English Bulldog im VDH und in der BRD ganz allgemein vertrat. Kari Wolfsjäger und einige andere CEB-Züchter versuchten letztlich auch per Gericht, eine Mitgliedschaft im ACEB zu erzwingen. Dem ACEB gelang es aber erfolgreich Leuten wie Kari Wolfsjäger die Mitgliedschaft zu verwehren.
Moderne Zuchtordnung
Zuchtleiter Krudewig und Dr.med.vet. Witteborg entwickelten im ACEB eine Zuchtordnung, die von dem Wohl und der Gesundheit des Bulldogs getrieben wurde. Eine für die damalige Zeit keineswegs selbstverständliche HD-Untersuchung wurde vorgeschrieben, Inzucht und Inzestzucht ausdrücklich verboten. Hündinnen durften erst ab einem Alter von 15 Monaten belegt werden. Dr. Witteborg entwickelte detaillierte Anweisungen, wie eine HD-Aufnahme anzufertigen und zu interpretieren sei. Die Gesundheit des Englisch Bulldogs wurde endlich ernst genommen. Auch auf ein seriöses Geschäftsgebaren seiner Züchter legte der Vorstand grossen Wert.
Wieder Streit um Kommerz und Eitelkeiten
So wundert es nicht, dass der Vorstand bei einigen Züchtern nicht gerade gut gelitten war. Der Kampf mit unserösen Züchtern ging wie schon beim aufgelösten CEB weiter. Er führte in einigen Fällen zu juristischem Streit zwischen Vorstand und Zuchtleitung auf der einen und einzelnen Züchtern auf der anderen Seite. Eine Züchterin aus Norddeutschland verkaufte einer alten Dame einen überlebensunfähigen Welpen ohne Schließmuskel und musste erst juristisch gezwungen werden, den Kaufpreis zurückzuerstatten. Dr. Deermann entschuldigte sich im Namen des ACEB persönlich bei der alten Dame. Die gleiche Züchterin musste wiederholt wegen Verstößen gegen die Zuchtordnung angemahnt werden. Insgesamt eine erschreckend kaltschnäuzige Tierquälerei, so die Auffassungen des damaligen ACEB-Vorstands. Bemerkenswert, dass solche Züchter später führende Positionen im ACEB bekleiden können.
1978 - neue Erfolge
Im Mai 1978 wurde in Brühl eine der erfolgreichsten Veranstaltungen seiner Zeit durchgeführt. Die Richter Dora Wakefield und Prinz Alexander von Ratibor und Corvey hatten ein volles Pensum und mussten 87 Bulldogs aus dem In- und Ausland richten. Frau Angehrn und Frau Preston erhielten für ihre Bulldogs Urkunden als Deutsche Champions. Dr. Deermann, Dr. Schäfer und Doris Ehrenstein wurden mit der silbernen Ehrennadel des VDH ausgezeichnet. Es gab ein Kinderprogramm, eine Tombola, selbstgebackenen Kuchen, Filmvorführungen und ein festliches Abendessen. Zu dieser Zeit zählte der ACEB um die 200 Mitglieder.
Zum 01.01.1979 eröffnete der ACEB schließlich das neue Zuchtbuch in das Eintragungen des CEB und DCEB eingingen. Es war zu seiner Zeit das einzige Zuchtbuch für Englische Bulldogs in der damaligen BRD.
1980 - ACEB entzweit, 4 der 7 Gründungsmitglieder treten aus
1980 eskalierte der Streit zwischen Vorstand und der Mehrheit der Züchterschaft im ACEB. Der erste Vorsitzende Dr. Deermann, Zuchtleiter Friedrich Krudewig, Geschäftsführerin Doris Ehrenstein und Schriftführerin Cornelia Deermann sahen schließlich in der Arbeit im ACEB keine Basis mehr für das Wohl und die Gesundheit des English Bulldogs. Mit ihnen traten einige weitere Mitglieder, zusammen 4 der 7 Gründungsmitglieder des ACEBs, aus diesem aus. Die Züchter hatten nun das uneingeschränkte Sagen im ACEB. Die oben angesprochenen Verfahren gegen unseriöse Zuchtpraktiken wurden eingestellt.
Der Bulldog hat bessere Menschen um ihn verdient
Leider war das Vereinsleben um den English Bulldog immer wieder geprägt von persönlich ausgetragenen Ränken, Intrigen, Eitelkeiten und Kommerz-Interessen - rücksichtslos zu Lasten des Woihls unserer Bulldogs. Wenn auch nur 10% der Energie, die die alten Grössen der deutschen Bulldog-Szene für Ränkeleien aufwenden, in Sorge um das Wohl und die Gesundheit des Bulldogs investierten - es wäre schon gut um den Bulldog bestellt, Es ist leider zu befürchten, dass sich das bis in die heutigen Tage nicht wirklich geändert hat, zumindest nicht bei der "alten Garde" der Akteure der letzten 30 Jahre.
1980 - Verein der Freunde Englischer Bulldogs gegründet
Dr. Deermann atte im CEB und im ACEB gegen unseriöse Zuchtpraktiken gekämpft. Dieses Ziel sollte nicht aufgegeben werden. So entstand die Idee, einen neuen Bulldog-Verein, diesmal allerdings ohne Züchter, zu gründen, den Verein der Freunde Englischer Bulldogs e.V. (VdFEB). Ein Hundeverein nur für Liebhaber - das war ein ganz neuer Gedanke. Die meisten der 7 Gründer des ACEB, Autermann, Deermann, Ehrenstein, Krudewig gründeten nun den VdFEB, unterstützt von Cornelia Deermann, der ebenfalls ausgetretenen Schriftführerin des ACEB. Leider konnte sich auch dieser Verein nie vom hier dargestellten Stil der Auseinandersetzung restlos befreien und bleib hinsichtlich des Ringens um das Wohl und die Gesundheit des English Bulldogs letztlich bedeutungslos.
Weiter wie gehabt?
(Den nachfolgenden Teil entnehmen wir mit freundlicher Genehmigung der Autorin Bärbel Wittkowski den BulldogNews - Hervorhebungen durch Bulldogge.de)
Nun, innerhalb des ACEB e.V. gab es wohl etliche verschiedene Meinungen und der Vorstand wurde gewechselt, teilweise sogar mit holländischen Mitgliedern besetzt, bis diese wieder abgesetzt wurden und alles in einer Lorenz/Preston-Aera endete; - bis sich wohl Herr B. Lorenz mit seiner Familie weit weg begab! Der ACEB e. V. hatte im Laufe von vielen Jahren bis zu 500 Mitglieder verzeichnen können, welche Anzahl sich aber wohl im Laufe einer Diktaturszeit bis zum Jahre 2008 auf nahezu 100 Mitgliedern reduzierte!
Zahlreiche Male wurde in Deutschland versucht, einen zweiten English Bulldog Club unter dem FCI/VDH zu gründen, was wohl der ACEB e.V. zu verhindern wußte! Stand bis dato wirklich die Rasse English Bulldog im Vordergrund? Nun ich denke, daß hier jeder wohl seine Machtposition zu seinem eigenen Vorteil nutzte und darüber hinaus den English Bulldog außen vor ließ!
Wohl gab es dauernde Machtkämpfe, auch durften die registrierten Züchter nicht mit den Hunden züchten, mit welchen sie wollten – obwohl allesamt natürlich die vorgegebenen Zuchtrichtlinien einhielten! Ja, da mag ich gar nicht meine Meinung zu äußern, wie das wohl mit den zu vermittelnden Welpen lief!
Hat ein Club nicht die Aufgabe, die Hunde als oberste Priorität anzusehen?
Seit Februar 2008 ist wohl eine ganz neue Ära angebrochen! Der ACEB e.V. hat einen komplett neuen Vorstand!
Wünschen wir diesem Verein doch eine bessere Zukunft, mit mehr Mitgliedern, freundlicherem Umgang untereinander und sehr viel mehr Engagement für diese herrliche Rasse!
Ich glaube da gibt es noch sehr viel Handlungsbedarf, z. B. auch in dieser Hinsicht, daß keine trächtigen Hündinnen zur Schau gestellt werden und keine Bulldogs unter Beruhigungs-Medikamenten stehend in den Ring geführt/getragen werden!!! ...
Also liebe Bulldog-Leute, rauft euch zusammen; es geht nach wie vor einzig und allein um das Wohl und die Gesundheit unserer English Bulldogs!!!
Diesem Appel von Bärbel Wittkowski schliesst sich Bulldogge.de gerne an!
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