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Interview zum neuen Bulldog-Standard mit Ilse Theis, die mit ihrem Zwinger "A Crowd of Bulls" seit 16 Jahren Bulldogs züchtet (ACEB/VDH).
Bulldogge.de: Frau Theis, sie züchten ja schon lange Bulldogs. Was macht den Bulldog so einmalig?
Ilse Theis: Meiner Meinung nach ist der Engl. Bulldog durch sein Aussehen, sein Wesen und seine super tollen Charakterzüge einmalig.
Er unterscheidet sich durch seine liebevolle, lustige Art zum Beispiel wenn er spielt oder wie er schläft. Auch durch seine Sturheit und Dickköpfigkeit unterscheidet er sich von anderen Rassen.
Wer einen English Bulldog kennt, weiß was ich meine.
Bulldogge.de: Wo sehen sie die besonderen Herausforderungen in der Zucht von Bulldogs?
Ilse Theis: Egal welche Rasse, ein Züchter sollte immer schöne, gesunde und langlebige Nachkommen züchten.
Ein Bulldog soll sich bewegen und spielen können. Er soll Ihren Besitzern viel Freude machen.
Meine persönliche Meinung ist es, wenn die Besitzer mit ihren Bulldog viele, viele Jahre glücklich und so in seinem Charme verfallen sind, so dass es auch nicht bei einem Bulldog bleibt, dann weiß ich, dass ich es richtig gemacht habe und mein persönliches Züchterziel aufrechterhalten habe.

Bulldogge.de: Was halten sie vom neuen Standard des britischen Kennel Club?
Ilse Theis: Man hat doch eigentlich alle das gleiche Ziel: GESUNDE, FREI ATMENDE , SPORTLICHE BULLDOGS Es sollte aber noch ein English Bulldog bleiben!
Bulldogge.de: Was halten sie von den "Überlegungen zu Veränderungen innerhalb des ACEB e.V. " von Ralf Treiber?
Ilse Theis: Das was geändert werden muss ist klar! Einigen Überlegungen stimme ich schon zu.
Wenn man meine Zucht verfolgt, kann man sehen, dass ich schon immer (nach den neuen Standard) den etwas höheren und sportlichen Bulldog bevorzuge und schon immer mir als Züchterziel setze (siehe zum Beispiel A Crowd of Bulls Barney 11 Jahre jung - siehe Foto rechts). Leider ist aber von vielen Richtern noch nicht akzeptiert und nicht bei Ausstellungen umgesetzt (was es nicht einfach macht). Aus diesem Grund bin ich der Meinung, dass der Grundstein beim Richten auf Ausstellungen gesetzt werden sollte. So lange es Richter gibt, die den alten Standard bevorzugen, wird es schwer werden, den neuen Standard durchzusetzen.
 Der neue Standard ist nur mit Jahre langer Zucht erreichbar. Es geht nicht von heute auf morgen, wenn es ein Engl. Bulldog bleiben soll. Es bedarf an viel Erfahrungen, Unterstützung und bei Rückschlägen muss man seinem Ziel treu bleiben. Man sollte sich schon bewusst sein, nach welchen Standard man Züchten möchte (alter oder neuer Standard) und seiner Blutlinie demnach wählen bzw. treu bleiben.
Selbstverständlich muss man auch eine andere wohl überlegte Blutlinie mit hinzunehmen, aber nicht zuviel fremdes Blut, denn das bringt meiner Meinung nach keine korrekte Linie. Für mich wäre es wie ein „Spiel mit dem Feuer“, da man nie genau weiß, was weiter vererbt wird von Vorfahren, die man nicht kennt, wenn man es vorher nicht lang genug verfolgt.
Ich möchte hier aber betonen, dass ich nicht von Inzucht spreche sondern von Blutlinie, und dass selbstverständlich eine andere wohl überlegte Blutlinie mit hinzugenommen werden muss, nur halt wohl überlegt!
Des weiterem finde ich, dass das Augenmerkmal statt auf HD eher auf Luftröhre und Gaumensegel gerichtet werden sollte, denn das trägt einen gesunden und langlebigen Bulldog zugute.
Bulldogge.de: Ein Bulldog gesund gezüchtet - ist eigentlich ein idealer Begleiter für die heutige Zeit. Wie sehen Sie das?
Ilse Theis: Ja klar, sonst wäre ich nicht wie viele andere auch, dem Bulldog verfallen!!! Ich habe viele Leute, die den Bulldog kennen gelernt haben und sich nie mehr ein Leben ohne ihn vorstellen können.
Der Bulldog ist verschmust, gesellig, liebevoll, er liebt seine Familie, liebt Kinder und andere Tiere und beschützt sie auch. Er ist der ideale Begleiter für alle die etwas Besonderes und Einzigartiges haben möchten.

Bulldogge.de: Was würden sie sich für die Zukunft des Bulldogs wünschen?
Ilse Theis: Wenn ich drei Wünsche für den Bulldog offen hätte, wären es folgende:
- Mehr Einsatzbereitschaft, Anerkennung und Interesse, Präsenz für die Zukunft des Bulldogs.
- Mehr Unterstützung gegen Händler und Vermehrer (denn die machen die Rasse kaputt)
- Ein gesunder Bulldog (ohne übertriebenen Standardansichten), so dass der TA sich einen Nebenjob suchen muss…..
Bulldogge.de: Vielen Dank für das Interview und viele gesunde Bulldogs für ihre Zucht!
Kontakt: Ilse Theis Bulldog-Züchterin in ACEB/VDH A Crowd of Bulls
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Letztes Update ( Sonntag, 04. Juli 2010 )
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