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ACEB im Kampf um den neuen Standard |
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Bulldogge.de: Herr Scherzer, der 1. Vorsitzende des ACEB, Antonio Kopp, hat ihnen mitgeteilt, dass sie mit sofortiger Wirkung aus dem ACEB ausgeschlossen werden. Worum geht es?
Georg Scherzer: Ich denke er will unbequeme Mitglieder aus dem Weg räumen; auf der kommenden Mitgliederversammlung wird seine Abwahl gefordert. Scheinbar hofft man, auf diesem Weg auch einige meiner Freunde und Züchterkollegen von der Versammlung fern halten zu können. Somit wäre die Gefahr einer Abwahl des derzeitigen Vorstands wegen permanenter Satzungsverstöße und Unfähigkeit kleiner. Seit seiner Wahl ist die Unruhe im ACEB größer denn je. Züchtern werden Zuchtverstöße unterstellt, es hagelt unbegründete Abmahnungen, es werden Unwahrheiten verbreitet um die Mitglieder gegeneinander aufzubringen etc. Dieser Vorstand geht auf seine eigenen Wähler los!
 Georg Scherzer mit seinen Bulldogs Unserer Notvorsitzenden sollte eine Hündin gesperrt werden, weil sie resorbiert hat und dieses plötzlich mit einer Geburt gleichgesetzt wurde. Man verlangte von der Zuchtleitung, dass die Hündin gesperrt wird, diese weigerte sich allerdings beharrlich. Mit welchen Mitteln Frau Storchmann von ihrem Zuchtleiteramt zum Rücktritt genötigt wurde, ist ja hinreichend bekannt. Auch ihr wird mit dem Ausschluss gedroht, weiteren Vertretern der Opposition gegen den Vorsitzenden ebenfalls! Der Restvorstand scheint weder eine eigene Meinung noch Rückgrat zu haben. Nach dem erzwungenen Rücktritt der Frau Storchmann war der Weg frei, den Verein von unerwünschten Mitgliedern zu befreien.
Oder das Thema Zuchtwart Herr Ritschel. Nicht nur die Vorgehensweise des Vorstands bei der Ernennung von Herrn Ritschel war ein Satzungsverstoß. Diese nahm Herr Kopp in seiner selbstherrlichen Art vor, obwohl er hierzu gar nicht legitimiert ist. Laut Satzung ernennt der Zuchtleiter die Zuchtwarte. Die jetzige Abberufung von Herrn Ritschel wiederum durch Kopp ist erst recht eine Farce.
Bulldogge.de: Ihr Ausschluss wird damit begründet, sie seien ein kommerzieller Züchter. Ich kenne nun die Geschichte des ACEB von seiner Gründung 1982 an (s. Bulldog Backstage/Vereins-Historie). Meiner Beobachtung nach, ist doch eh bei den meisten Züchtern eine kommerzielle Motivation mit im Spiel - was per se ja auch noch nichts Schlechtes zu bedeuten hat. Würde allerdings "lediglich aus Gründen der Liebhaberei" gezüchtet - wie Herr Kopp behauptet - hätten wir heute keine kranken Bulldogs. Würde "lediglich aus Gründen der Liebhaberei" gezüchtet gäbe es keine faktische Ablehnung des neuen Standards des Kennel Clubs. Es würde vielmehr alles für die Gesundung der Rasse getan, transparent und für jeden nachvollziehbar. Was sagen Sie dazu?
 Georg Scherzer mit Victor Georg Scherzer: Richtig ist, dass ich mehrere Rassen züchte. Ich habe seit meinem 13. Lebensjahr mit Hunden zu tun. Erst waren es Deutsche Schäferhunde. Dort am Hundeplatz lernte ich viel über Hundeausbildung, später hatte ich dann einige Würfe. Am Hundeplatz lernte ich auch meinen ersten Bullterrier kennen. Dieser Rasse habe ich mich seitdem verschrieben und das hat mein Leben geprägt.
Bedingt durch deren Zuchtverbot und dass ich Bulldogs auch sehr mag, die damals mein Sohn schon einige Jahre gezüchtet hatte, kam ich zum Bulldog und dem ACEB. Von da an nahm das Drama seinen Lauf.
Bulldogge.de: Ich kann bestätigen, dass Sie auch heute noch einen erstklassigen Ruf in der internationalen Bullterrier Szene genießen. Ich habe über die Jahre hinweg von verschiedenen Seiten die Meinung gehört, Sie seien der beste Bullterrier-Züchter Europas der letzten 30 Jahre.
An mangelnder züchterischer Erfahrung oder Kompetenz können ihre Probleme im ACEB also nicht liegen.
Bulldogge.de: Was halten Sie denn vom neuen Standard für den Bulldog?
Georg Scherzer: Ich lehne die neue Standardregelung nicht ab, mir geht sie nicht weit genug. Vor allen mangelt es gewaltig an der Umsetzung. Von den Bullterriern bin ich gewohnt, dass Hunde laufen und atmen können - ohne Probleme. Das wollte ich auch bei den Bulldogs erreichen. Aber ich bin erfahren genug, dass niemand nur gesunde Hunde züchten kann. Krankheiten bei Hunden wird`s immer geben. Aus jüngster Erfahrung habe ich große Hoffnung in die Gentechnik. Manche Krankheiten kann man damit heute schon erfolgreich bekämpfen und die Forschung wird sicher weiter gehen.
Bulldogge.de: Worauf achten Sie bei der Zucht ihrer Bulldogs besonders?
Georg Scherzer: Wie schon erwähnt laufen und atmen.
Bulldogge.de: Was muss ihrer Meinung nach geschehen für eine Wende in der Zucht und die Durchsetzung des neuen Standards?
Georg Scherzer: In Deutschland wird da nicht viel geschehen solange der ACEB so zerstritten ist. Es gibt ja schon fast keine Züchter mehr weil der 1.Vorsitzende die Züchter massregeln will. Im Moment hat der ACEB gar eine kommissarische Zuchtleiterin, die gerade mal 2 Würfe hat mit mässigen Erfolg. Andere Züchter machen Werbung, sie züchteten nach dem neuen Standard, aber tatsächlich nehmen sie die gleichen Hunde. Geschehen müsste, dass alle am gleichen Strang ziehen. Das passiert mit dieser Vorstandschaft aber nicht. Die sind alle Neulinge in der Hundezucht, der 1.Vorsitzende hat grad mal 3 Würfe einer anderen Rasse und dies ist schon 10 Jahre her.
Bulldogge.de: Werden sie gegen ihren Ausschluss vorgehen?
Georg Scherzer: Ob ich gegen den Auschluss vorgehe? Ehrlich gesagt, ich glaube das lohnt nicht. Besser wäre es, einen neuen Verein zu gründen, mit einer Satzung, wo es wirklich zum Wohle der Rasse geht und der nicht nur eigene Interessen verfolgt wie zur Zeit im ACEB. Ich will auch noch anmerken: Was ist das für ein Stil, wenn ein Vorsitzender das Ergebniss einer privaten Klage gegen ein anderes Vereinsmitglied auf die ACEB-Homepage setzt? Hätte das Mitglied gewonnen, wärs mit Sicherheit nicht drauf gekommen. Das ist nicht nur schlechter Stil, es hat auch den Hauch von Amtsmissbrauch, was er übrigens ständig macht, ämterübergreifend.
Was denken sich diese Leute nur weil sie einen Posten in einem klitzekleinen Hundeverein haben?
 Georg Scherzers Bulldogs
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Letztes Update ( Sonntag, 14. Februar 2010 )
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